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Verfügbarkeit

In der heutigen Zeit stellt die Informationstechnologie in der Regel das Rückgrat der Geschäfts- und Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens dar. Ein Großteil der Geschäfte kann nur noch sehr selten ohne die Unterstützung der Informationstechnologie durchgeführt werden. Ausfälle – egal ob geplante oder ungeplante - sind daher schnell mit erheblichen Kosten verbunden. Längere Ausfälle oder Unterbrechungen der Informationstechnologie bedrohen sogar betroffene Unternehmen regelmäßig in ihrer Existenz. Durch eine Verbesserung der Verfügbarkeit wird diesem Problem entgegengewirkt. Hier gilt es, sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen möglichst optimal zu kombinieren.

Gefährdungspotenziale und Kosten

Höhere GewaltOrganisatorische MängelMenschliche FehlhandlungenTechnisches VersagenVorsätzliche Handlungen
Personalausfall, Ausfall eines IT-Systems, Staub, VerschmutzungUnzureichende Kontrolle der IT-Sicherheitsmaß-
nahmen, fehlende oder unzureichende Wartung, fehlendes oder unzureichen-
des Test- und Freigabeverfahren, unzureichende Leitungskapazität
Fahrlässige Zerstörung von Daten und Geräten, Gefährdung durch Reinigungs- und FremdpersonalAusfall der Stromversorgung, Ausfall von Netzkomponenten, Datenverlust bei mobilen EinsätzenDiebstahl, Vandalismus, Spyware, Viren und Würmer, Sabotage

Jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen an die Verfügbarkeit seiner Informationstechnologie. Im Hinblick darauf sollte man sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen und Anforderungen aufgrund von Geschäftstätigkeit und Geschäftsprozessen definieren. Die Notwendigkeit einer möglichst verfügbaren Informationstechnologie lässt sich einerseits aus den gesetzlichen Vorgaben für EDV-Leitung und Geschäftsführung zum Rahmen des betrieblichen Risikomanagements und andererseits unmittelbar aus den Folgekosten eines potenziellen Ausfalls ableiten. Dabei ist die Betrachtung der gesamten Kosten eines möglichen Ausfalls wichtig und sollte in zweierlei Hinsicht erfolgen. Zum einen entstehen einem Unternehmen Kosten während einer Ausfall- oder Unterbrechungszeit, zum anderen müssen die Kosten nach einem Ausfall bzw. einer Unterbrechung berücksichtigt werden.

Kosten während des AusfallsVerlorene Endnutzerproduktivität =Stundenkosten der beeinflussten Nutzer
x
Ausfall-Stunden
Verlorene IT-Produktivität =Stundenkosten der beeinflussten IT-Mitarbeiter
x
Ausfall-Stunden
Verlorener Umsatz =Umsatzeinbuße pro Stunde
x
Ausfall-Stunden
Kosten nach dem AusfallWeitere Geschäftsausfälle =Imageschaden
+
Überstundenkosten
Verpasste Termine
+
Vertragsstrafen oder Gebühren

Um die individuell notwendigen Schutzmaßnahmen zu bestimmen, empfiehlt es sich für ein Unternehmen, zunächst die eigenen Gefährdungspotenziale zu identifizieren und zu bewerten. Erst dadurch ist es möglich, die genauen Anforderungen an die Verfügbarkeit der eigenen Informationstechnologie zu definieren. Im Anschluss daran sollte die Ermittlung der Folgekosten eines Ausfalls nach obiger Methode stehen. Diese systematische Vorgehensweise gewährleistet letztendlich, dass eine bedarfsorientierte Auswahl der zu treffenden technischen und organisatorischen Maßnahmen erfolgen kann.

Bestimmende Parameter

Die zwei bestimmenden Parameter für eine individuelle Auswahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen für die Erhöhung der Verfügbarkeit von eigener Informationstechnologie in einem Unternehmen sind:

Wiederanlaufpunkt
Im Umfeld der Verfügbarkeit auch gerne als „RPO“ (Recovery Point Objective) bezeichnet. Der Wiederanlaufpunkt bezeichnet den spätesten logischen Punkt, an dem nach einem Ausfall bei einer Wiederaufnahme der Tätigkeit wieder aufgesetzt werden kann. Als Beispiel sei hier der Zeitpunkt der letzten konsistenten Datensicherung vor dem Ausfall genannt. Im Umkehrschluss bestimmt der Wiederanlaufpunkt also, wie viel Datenverlust sich ein Unternehmen bei einem potenziellen Ausfall leisten kann bzw. will.

Wiederanlaufzeit
Im Umfeld der Verfügbarkeit auch gerne als „RTO“ (Recovery Time Objective) bezeichnet. Die Wiederanlaufzeit bezeichnet die Zeitspanne, innerhalb der nach einem Ausfall die Tätigkeit wieder aufgenommen werden soll. Als Beispiel sei hier eine Ersatzbeschaffung für eine defekte, kritische Komponente der Informationstechnologie genannt. Im Umkehrschluss bestimmt die Wiederanlaufzeit also, wie lange sich ein Unternehmen einen potenziellen Ausfall leisten kann bzw. will.

Diese beiden Werte müssen von einem Unternehmen vor einer sinnvollen Auswahl geeigneter Maßnahmen und etwaiger Dienstleister zwingend definiert werden, da sich hauptsächlich in Anlehnung an diese Vorgaben die jeweils unterschiedlichen Qualitätsstufen und Kosten definieren werden. Im Allgemeinen kann man den Verfügbarkeitsbedarf eines Unternehmens vereinfacht wie folgt darstellen:

Verfügbarkeitsstrategie


Gerne unterstützt BluVisio Sie im Rahmen eines Workshops zum Thema Verfügbarkeit bei der Ermittlung der notwendigen Rahmendaten, berät Sie rund um die Verfügbarkeit Ihrer Informationstechnologie und setzt auf Wunsch im Anschluss eine individuelle Verfügbarkeitsstrategie mit Ihnen um.

Ausfallprävention

Durch eine gute Vorsorge lassen sich bereits viele Risiken eines potenziellen Ausfalls der unternehmenseigenen Informationstechnologie minimieren. Je mehr ein Unternehmen sich im Vorfeld zu diesem Themenkomplex Gedanken macht und geeignete Präventionsmaßnahmen trifft, desto geringer wird es die Auswirkungen im Ernstfall spüren.

Redundanzen

Mittels Redundanzen können in der Informationstechnologie bereits heute die Auswirkungen vieler Hardwareausfälle minimiert oder sogar ganz vermieden werden. Innerhalb kritischer Systeme sollten möglichst viele Komponenten so redundant ausgelegt sein, dass beim Ausfall einer Komponente ein unterbrechungsfreier Weiterbetrieb und idealerweise auch ein Austausch der ausgefallenen Komponente im laufenden Betrieb möglich ist – hier spricht man von sogenannten „Hot-plug Komponenten“. Bei aktuellen Servern, Netzwerkkomponenten und Speichersystemen sind üblicherweise Netzteile, Lüfter und Festplatten solche Hot-plug Komponenten. In bestimmten Konstellationen lassen sich sogar ausgefallene Prozessoren im laufenden Betrieb austauschen. Für Systeme, die zwei oder mehr Festplatten nutzen, können spezielle Schutzmechanismen für einen Verbund gleicher Festplatten festgelegt werden – die sogenannten „RAID-Levels“. Die heute gängigen RAID-Levels für Schutz vor Datenverlust bei einem Festplattenausfall sind:

RAID 1 (Spiegelung): Es steht die Hälfte der Festplatten als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 1


RAID 5 (verteilte Paritätsinformation): Es steht die Anzahl der Festplatten minus eine als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 5


RAID 6 (doppelt verteilte Paritätsinformation): Es steht die Anzahl der Festplatten minus zwei als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 6


RAID 10 (Spiegelung und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Es steht die Hälfte der Festplatten als nutzbare Kapazität zur Verfügung. Erst ab vier Festplatten implementierbar.

RAID 10


RAID 50 (verteilte Paritätsinformationen und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Erst ab sechs Festplatten implementierbar.

RAID 50


RAID 60 (doppelt verteilte Paritätsinformationen und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Erst ab acht Festplatten implementierbar.

RAID 60


Über Systemgrenzen hinaus lassen sich über Ersatzbevorratung von Systemen und Komponenten ebenfalls entsprechende Redundanzen abbilden, um bei einem Hardwareausfall sehr kurzfristig reagieren zu können. Hierbei unterscheidet man prinzipiell zwischen drei verschiedenen Szenarien:

Cold Backup
Reine Ersatzbevorratung – die Systeme und Komponenten sind ausgeschaltet.

Warm Backup
Ersatzbevorratung mit Leerlauf – die Systeme und Komponenten laufen im Leerlauf neben den produktiven Einheiten mit, ggf. werden regelmäßig die Daten und Konfigurationen der produktiven Einheiten manuell übertragen.

Hot Backup
Echte Redundanz im Live-Betrieb – die Systeme und Komponenten laufen unter Echtbedingungen mit den produktiven Einheiten mit und ermöglichen in der Regel eine Verteilung oder Übernahme der produktiven Last im laufenden Betrieb. Hier handelt es sich um echte Hochverfügbarkeit aus System- bzw. Komponentensicht.

Dokumentation

Eine verständliche und umfassende Dokumentation der Informationstechnologie ermöglicht es, bei einem Ausfall wichtige Informationen zuverlässig zu finden. Darüber hinaus begünstigt sie einen schnellen Wiederanlauf und schließt Fehler aufgrund unzureichend vorliegender Informationen weitestgehend aus. BluVisio unterstützt Sie gerne bei der Dokumentation Ihrer Unternehmens-IT!
Darüber hinaus sollte – am besten als Teil der Gesamtdokumentation – ein Notfallhandbuch erstellt werden, anhand dessen auch Mitarbeiter ohne spezielle EDV-Kenntnisse die notwendigen Prozeduren für einen Wiederanlauf nach einem Ausfall durchführen können.

Datenreplikation

Als Datenreplikation bezeichnet man die Duplizierung von Daten, um die Folgen eines Systemausfalls zu minimieren und einem etwaigen Datenverlust vorzubeugen. Dabei können die Daten wahlweise periodisch auf Band, auf einzelne externe Festplatten, auf Online-Speichersysteme oder auf gleiche (bzw. ähnliche) Systeme repliziert werden, um einen regelmäßigen Sicherungspunkt (Wiederanlaufpunkt) zu gewährleisten. Alternativ können die Daten auch permanent auf Online-Speichersysteme oder auf gleiche (bzw. ähnliche) Systeme  repliziert werden, um eine ständige Datensicherung im laufenden Betrieb abzubilden und den Wiederanlaufpunkt zeitlich möglichst nahe an einem potenziellen Ausfall zu platzieren. Bei einer permanenten Datenreplikation, die in diesem Umfeld auch „CDP“ (Continous Data Protection) genannt wird, unterscheidet man zwischen Hardware-Replikation und Software-Replikation.

Bei einer Hardware-Replikation werden sämtliche Daten („Nullen und Einsen“) in einer Spiegellogik vom Produktionssystem auf das Ersatzsystem repliziert. Da aufgrund der Spiegellogik auch bei kleinen Änderungen an Dateien oftmals große Datenmengen übertragen werden müssen, benötigt eine solche Lösung eine hohe Netzwerkbandbreite und wird daher in der Regel nur in LAN-Umgebungen implementiert. Üblicherweise findet Hardware-Replikation im Umfeld von Speicherumgebungen statt.

Hardware Replikation


Hardware-Replikationen realisiert BluVisio mit Speichersystemen von IBM. Dabei kommen die Geographic Mirroring Replikationsmechanismen Metro Mirroring und Global Mirroring zum Einsatz.

IBM Metro Mirror
Mittels Metro Mirror kann ein Speicherbereich (Volume) synchron auf einen identischen Speicherbereich kopiert werden, um jederzeit vollständige Redundanz zwischen den Volumes zu erhalten. Dabei kann sich das kopierte Volume entweder auf dem gleichen oder auf einem separaten System befinden. Bei separaten Systemen wird aufgrund der üblichen Latenzzeiten bei Netzwerkverbindungen eine Entfernung zwischen den Systemen von max. 300 km unterstützt.

IBM Global Mirror
Mittels Global Mirror kann ein Speicherbereich (Volume) asynchron auf einen identischen Speicherbereich eines entfernten Systems kopiert werden. Hierbei besteht keine Entfernungsbegrenzung.  Allerdings besteht nicht zu jeder Zeit eine vollständige Redundanz zwischen den Volumes, wodurch sich Global Mirror üblicherweise eher für Datenreplikation als für Hochverfügbarkeit eignet. Global Mirror basiert auf den Kopierfunktionen Global Copy und FlashCopy®.

IBM PowerHA™ SystemMirror for i

Speziell im Umfeld der IBM POWER i Systeme gibt es mit IBM PowerHA™ SystemMirror for i (früher  Cross-site Mirroring / XSM) - eine spezielle Form der Hardware-Replikation. Hierbei wird ein Kommunikationsprotokoll der unteren Ebene (SLIC Data Port Services) verwendet, um lokale Schreiboperationen auf Hauptspeicherebene synchron auf ein zweites System zu replizieren. Diese Lösung setzt jedoch mindestens eine unabhängige Festplattengruppe, einen sogenannten „IASP“ (Independent Auxiliary Storage Pool) voraus.

Eine Software-Replikation enthält eine auf das jeweilige System angepasste Logik, welche zusätzlich auch die Konsistenz der übertragenen Daten gewährleistet. Dies ist üblicherweise besonders im Umfeld von Datenbanken sehr wichtig. Darüber hinaus müssen bei den meisten Lösungen für Software-Replikation nicht permanent die ganzen geänderten Daten zwischen zwei Systemen übertragen werden, sondern nur die Informationen über die jeweiligen Datenänderungen, was in deutlich niedrigerem Bandbreitenbedarf resultiert. Anhand der übertragenen Informationen über die Datenänderungen auf der einen Seite vollzieht die Software die Änderungen auf der anderen Seite nach und führt die entsprechenden Datenoperationen aus.

Software Replikation


Typische Replikationsszenarien für eine Software-Replikation stellen sich wie folgt dar:

Replikationsszenarien


Über BluVisio können Sie Software-Replikationslösungen für verschiedene Betriebssystemumgebungen beziehen:

IBM i

MIMIX® RecoverNow™ von VISION Solutions
Die Replikationslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions speichert fortlaufend alle Transaktionen unter IBM i seit der letzten Bandsicherung auf einen externen Speicher (z.B. ein NAS oder einen Windows PC). Nach einem Ausfall kann mittels Rückspeicherung vom Band und Aktualisierung der Datenbank über MIMIX® RecoverNow™ der letzte Sicherungspunkt vor dem Ausfall wiederhergestellt werden.

BUS/400-OSB von T.S.P.
Die Replikationslösung des deutschen Softwarehauses T.S.P. – Gesellschaft für Informationssysteme mbH speichert fortlaufend alle Transaktionen unter IBM i seit der letzten Bandsicherung auf einen beliebigen externen Speicher (z.B. ein NAS oder einen Windows PC), der diese Daten wiederum in einen ehemaligen Atomschutzbunker spiegelt. Nach einem Ausfall kann mittels Rückspeicherung vom Band und Aktualisierung der Datenbank über BUS/400-OSB der letzte Sicherungspunkt vor dem Ausfall wiederhergestellt werden.

IBM AIX

Double-Take® RecoverNow™ for AIX von VISION Solutions
Die Replikationslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions speichert asynchron fortlaufend alle Daten unter IBM AIX, sowohl in physischen wie auch in virtuellen Installationen. Die Speicherung erfolgt über LAN oder WAN, wobei sowohl beim Produktiv- als auch beim Backup-Server beliebiger Speicher verwendet werden kann. Nach einem Ausfall kann eine Datenwiederherstellung innerhalb kürzester Zeit (wenige Sekunden bis wenige Minuten) erfolgen. Dabei ist es unerheblich, ob die Datenwiederherstellung in einer physischen oder virtuellen Umgebung erfolgt. Double-Take® RecoverNow™ for AIX überwacht den Produktiv-Server automatisch und kann bei einem Ausfall die produktiven Funktionen auf dem Backup-Server starten.

Microsoft Windows Server

Double-Take® RecoverNow™ von VISION Solutions
Die Replikationslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions repliziert fortlaufend physische und virtuelle Instanzen mit Microsoft Windows Server Betriebssystem auf Byteebene auf einen beliebigen Speicher. Eine Wiederherstellung kann auf Dateiebene oder auf Serverebene erfolgen. Bei der Replikation wird für jede Windows Server Instanz eine virtuelle Maschine erstellt, auf die man während der Wiederherstellung lesend zugreifen kann, um ggf. auch einzelne Dateien zu extrahieren und wiederherzustellen. Die Software unterstützt virtualisierte Umgebungen sowohl unter Microsoft Hyper-V R2 und VMware vSphere. Eine Wiederherstellung kann mittels Double-Take® RecoverNow™ auch auf unterschiedliche Hardware erfolgen.

Microsoft System Center Data Protection Manager
Als Teil der System Center Produktgruppe gliedert sich der Microsoft System Center Data Protection Manager in die Reihe der Infrastrukturlösungen für Windows Server Umgebungen von Microsoft ein. Auf dem Microsoft Volume Schattenkopiedienst aufsetzend, erstellt der Data Protection Manager in festgelegten Zeitabständen (minimal 15 Minuten) mittels eines in der jeweils zu sichernden physischen oder virtuellen Instanz installierten Agenten einen Sicherungspunkt und speichert diesen mit sehr niedrigen Bandbreitenbedarf über IP auf einem zentralen Server. Dadurch wird eine kontinuierliche Datensicherung gewährleistet, die feste Wiederherstellungspunkte abbildet. Die tiefe Integration in Microsoft Server Produkte gewährleistet eine konsistente Sicherung offener Datenbanken wie z.B. Microsoft Exchange und Microsoft SQL-Server im laufenden Betrieb. Dabei können sowohl Dateien innerhalb einer Instanz als auch die ganze Instanz selbst (als virtuelle Maschine) gesichert werden. Vom Data Protection Manager Sicherungsserver unterstützt diese Lösung eine tägliche Vollsicherung auf Band und damit auch eine gesetzeskonforme Auslagerung der Daten. Assistentengeführte, rasche Wiederherstellungsroutinen runden den Microsoft System Center Data Protection Manager ab und machen ihn speziell im Umfeld komplexer Microsoft Server Infrastrukturen zu einer optimalen Sicherungs- und Replikationslösung für eine hohe Datensicherheit mit kurzen Wiederanlaufzeiten nach einem Ausfall.

Quick-EDD/DRm
Die Replikationslösung des französischen Softwarehauses Trader’s ermöglicht eine fortlaufende Datenreplikation von einem IBM System i Server auf ein separates Zielsystem mit einer Datenbank. Hierbei werden die meisten gängigen Datenbanken wie DB2 UDB, Oracle, SQL Server, MySQL, Informix etc. nativ unterstützt. Sowohl auf dem IBM System i Server wie auch auf dem Zielsystem werden von Quick-EDD/DRm  nur geringe Ressourcen benötigt. Die Lösung ist speziell für das kleinere Mittelstandsumfeld geeignet, die Präsenz und Installationsbasis im deutschsprachigen Raum ist aber bisher eher gering.

IBM Tivoli Continuous Data Protection for Files
Die Replikationslösung von IBM ermöglicht eine kontinuierliche Sicherung aller Dateien im Umfeld der Microsoft Desktop- und Server-Betriebssysteme. Die Dateien können dabei auf einen separaten Speicher (z.B. ein NAS, ein SAN, eine USB-Festplatte) gesichert werden. Die Lösung gewährleistet Datenintegrität, beispielsweise bei Beschädigung der Originale oder Virusbefall der Systeme. Dazu werden die Dateien versioniert und können von verschiedenen zeitlichen Sicherungspunkten wiederhergestellt werden. Die Installation und Konfiguration ist denkbar einfach. Eine Sicherung der Betriebssystemumgebung ist mit IBM Tivoli Continuous Data Protection for Files jedoch nicht möglich.

VMware

VMware Data Recovery
Die Sicherungs- und Wiederherstellungslösung von VMware bildet eine einfache, vollständig in eine VMware-Infrastruktur integrierte Möglichkeit für festplattenbasierte Sicherung und Wiederherstellung einzelner Dateien oder ganzer virtueller Maschinen. Für jede virtuelle Maschine werden mehrere Wiederherstellungspunkte angelegt. Die Sicherungen lassen sich assistentengeführt automatisieren. Die Wiederherstellung nach einem Ausfall erfolgt direkt von Festplatte, was etwaige Wiederherstellungszeiten üblicherweise sehr gering hält.

Hochverfügbarkeit

Bei Hochverfügbarkeit ist zusätzlich über eine reine Datenreplikation zwischen Systemen hinaus auch eine Logik implementiert, die beim Ausfall eines Systems dafür sorgt, dass dessen Funktion ohne oder nur mit sehr kurzer Unterbrechung weitestgehend automatisch von einem anderen System übernommen wird. Weiterhin existiert ein Notfallhandbuch, in dem die notwendigen manuellen Schritte dokumentiert sind, um eine Funktionsübernahme (ein sogenanntes „Failover“) durchzuführen und nach Behebung des Ausfalls wieder auf den Ursprungszustand zurückschalten zu können.

Hochverfügbarkeit

Echte Hochverfügbarkeit zeichnet sich dadurch aus, dass bei einem Ausfall kein (nennenswerter) Datenverlust und keine bzw. nur eine sehr kurze Unterbrechung des laufenden Betriebs entsteht. Dazu gehören neben technischen Vorkehrungen jedoch auch organisatorische Aspekte. In einer für den Ernstfall bestens aufgestellten Hochverfügbarkeitsumgebung ist es immens wichtig, sämtliche notwendigen Prozesse rund um den Umschaltprozess im Vorfeld genau festzulegen und zu dokumentieren. Außerdem müssen die eingebundenen Mitarbeiter intensiv geschult und die Prozesse regelmäßig anhand von Notfallübungen trainiert werden. Dazu sollten die Umschaltprozesse mindesten halbjährlich, besser noch einmal jedes Quartal getestet werden. Einerseits können dabei zwischenzeitlich aufgetretene Fehlerquellen identifiziert und beseitig werden, andererseits können ggf. neue Anforderungen in die Prozesse mit eingearbeitet werden, damit die Hochverfügbarkeitsumgebung im dynamischen Umfeld der Unternehmens-IT keine starre Lösung bleiben muss. Weiterhin erlangen die entsprechenden Mitarbeiter durch regelmäßige Notfallübungen die notwendige Routine, um im Ernstfall – dann, wenn die wenigste Zeit dafür bleibt – schnell und angemessen reagieren zu können und eine schnellstmögliche Wiederaufnahme des Betriebs zu ermöglichen.

Über BluVisio können Sie Hochverfügbarkeitslösungen für verschiedene Betriebssystemumgebungen beziehen:

IBM i

MIMIX® Availability™ von VISION Solutions
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions repliziert fortlaufend und synchron alle Transaktionen unter IBM i mittels der Remote Journaling Technologie auf eine Backup-Instanz. Diese kann als virtuelle Maschine auf der gleichen oder einer entfernten Hardware oder als physische Installation auf einer entfernten Hardware liegen. Eine automatische Überwachung und Fehlerbereinigung, sowie ein automatisierbarer Umschaltprozess macht diese Lösung ideal für mittlere und große Systeminstallation und Hochverfügbarkeitsumgebungen. MIMIX® Availability™ ist international und im deutschsprachigen Raum häufig im Einsatz und hat speziell bei großen Unternehmen eine sehr zufriedene Installationsbasis.

iTera® Availability™ von VISION Solutions
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions repliziert fortlaufend und synchron alle Transaktionen unter IBM i mittels der Remote Journaling Technologie auf eine Backup-Instanz. Diese kann als virtuelle Maschine auf der gleichen oder einer entfernten Hardware oder als physische Installation auf einer entfernten Hardware liegen. Darüber hinaus werden Programme, Data Areas, Data Queues, IFS, Benutzerprofile, Einheitenbeschreibungen, Spooldateien, Trigger, Contraints, WebSphere-Objekte und Message Queues synchron kopiert. Da diese Lösung sowohl für die Installation als auch für den laufenden Betrieb viele Automatismen beinhaltet, eignet sie sich insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen mit wenig Personal in der EDV. Der Update-Prozess, die HA-Überwachung, und die Fehlerkorrekturen finden automatisch statt. Die Installationsbasis sowohl im internationalen als auch im deutschsprachigen Raum hat in den letzten zwei  Jahren rapide zugenommen. iTera® Availability™  kann schnell implementiert und mit geringem administrativen Aufwand betrieben werden.

IBM PowerHA™ SystemMirror for i
Diese Hochverfügbarkeitslösung von IBM basiert auf Hardware-Replikation zwischen Speichersystemen und bietet automatische Überwachung und Fehlererkennung bei aktiver Replikation. Diese Lösung kann entweder an einem Standort oder mittels Metro Mirror oder Global Mirror an entfernten Standorten implementiert werden. Speziell bei Kunden, die Ihre SAP-Umgebung auf IBM System i Servern betreiben, ist IBM PowerHA™ SystemMirror for i häufig als Hochverfügbarkeitslösung im Einsatz.

Rocket iCluster
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses Rocket ist vor allem international im Umfeld der IBM System i Server weit verbreitet. Vielerorts sind noch die Vorgängerversionen von DataMirror bzw. IBM im Einsatz. Rocket übernahm die HA-Software iCluster Anfang 2012 von IBM. Auf der Remote Journaling Technologie basierend, ermöglicht diese Software eine synchrone Spiegelung von Daten und Objekten zwischen zwei oder mehreren Systemen und einen schnellen (teil-)automatisierten Rollenwechsel im Bedarfsfall. Eine bidirektionale Spiegelung für den Lastenausgleich zwischen Systemen sowie eine automatische Überwachung der gesamten Hochverfügbarkeitsinstallation ist ebenfalls möglich.

Quick-EDD/HA
Die Hochverfügbarkeitslösung des französischen Softwarehauses Trader’s ermöglicht eine Echtzeit-Replikation zwischen zwei oder mehr IBM System i Servern. Quick-EDD/HA basiert auf der Local Journal Technologie, wobei das spezielle, integrierte Synchronisierungstool kein Journal auf der Backup-Seite voraussetzt. Aufgrund des geringen Ressourcenbedarfs der Software wird auch eine bidirektionale Spiegelung zwischen Servern ermöglicht. Quick-EDD/HA ist speziell für das Mittelstandsumfeld geeignet, die Präsenz und Installationsbasis im deutschsprachigen Raum ist aber bisher eher gering.

BUS/400 von T.S.P.
Die Hochverfügbarkeitslösung des deutschen Softwarehauses T.S.P. – Gesellschaft für Informationssysteme mbH ermöglicht die permanente Spiegelung von zwei oder mehreren Systemen aller IBM System i Modelle. Dabei werden Produktionsdatenbanken, Objekte, Benutzerprofile, IFS, Berechtigungslisten, Druckausgaben und Kontrollinformationen über Batchjobs eines Systems ununterbrochen gespiegelt, sodass bei ungeplanten oder geplanten Systemausfällen sofort mit einem Sekundärsystem, welches lokal oder an einem entfernten Standort verfügbar ist, der Betrieb weiterlaufen kann. Ist der Ausfall beendet, können die Systeme wieder resynchronisiert werden. Besonders im deutschsprachigen Mittelstand ist diese Lösung recht verbreitet und vielerorts sehr erfolgreich im Einsatz. Sie zeichnet sich besonders durch eine rasche Implementierbarkeit aus.

IBM AIX

Double-Take® Availability ™ for AIX von VISION Solutions
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions für IBM AIX Umgebungen ermöglicht die fortlaufende Replikation zwischen zwei oder mehr physischen oder virtuellen Instanzen von IBM AIX. Bei einem Ausfall kann der Umschaltprozess auf ein funktionierendes System mittels eines einzigen Befehls automatisch erfolgen. Darüber hinaus kann eine Rückspeicherung auf jeden beliebigen Zeitpunkt vor dem Ausfall durchgeführt werden. Double-Take® Availability ™ for AIX basiert auf der Replikation von Plattenschreibzugriffen unterhalb der Ebene des Logical Volume Managers (LVM). Hierbei werden jedoch nur die Informationen über die Änderungen an Dateien und nicht die Änderungen selbst übertragen. Die Replikation kann über LAN oder über WAN erfolgen. Zusätzlich zur Rückspeicherung auf jeden beliebigen Zeitpunkt vor dem Ausfall auf dem Produktionsserver wird eine solche Rückspeicherung auch auf einem virtuellen Image auf dem Backupserver unterstützt. Diese Lösung ist im Umfeld von IBM AIX bisher noch nicht sehr verbreitet, gewinnt aber zunehmend größere Marktanteile. Double-Take® Availability ™ for AIX zeichnet sich vor allem durch einen schnellen Wiederanlauf nach einem Ausfall aus.

IBM PowerHA™ System Mirror for AIX®
Diese sich weitestgehend selbst verwaltende Hochverfügbarkeitslösung für IBM AIX Systemumgebungen ermöglicht echten Clusterbetrieb von zwei oder mehr Systemen und war früher auch unter dem Namen HACMP bekannt. Die Software unterstützt die Midrange- und Enterprise Speichersysteme von IBM nativ und ermöglicht sowohl synchronen als auch asynchronen Betrieb. Darüber hinaus beinhaltet sie den automatischen Wiederanlauf von Applikationen nach einem Ausfall. Konfigurationsänderungen innerhalb des Clusterbetriebs müssen bei dieser Lösung konsistent im gesamten Cluster durchgeführt werden. Im Umfeld von AIX Systemen ist IBM PowerHA™ System Mirror for AIX® sehr verbreitet, speziell bei SAP- und Lotus® Domino® Umgebungen.

Microsoft Windows Server

Double-Take® Availability ™ for Windows von VISION Solutions
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions für Windows-Umgebungen ermöglicht die fortlaufende Replikation zwischen zwei oder mehr physischen oder virtuellen Instanzen von Microsoft Windows Server, inklusive der darauf laufenden Applikationen. Bei einem Ausfall kann der Umschaltprozess auf ein funktionierendes System automatisch erfolgen. Double-Take® Availability ™ for Windows basiert auf der Replikation von Plattenschreibzugriffen auf der Dateisystemebene. Hierbei werden jedoch nur die Informationen über die Änderungen an Dateien und nicht die Änderungen selbst übertragen. Die Replikation kann über LAN oder über WAN erfolgen. Am Produktions- und Backupstandort kann unterschiedliche Hardware im Einsatz sein. Diese Lösung ist im Umfeld von Microsoft Windows Servern recht verbreitet, speziell auch in virtualisierten Infrastrukturen unter Microsoft Hyper-V und Hyper-V R2 und bietet einen sicheren Schutz vor Datenverlust, selbst über weite Entfernungen hinweg.

Microsoft 2008 R2 Failover Cluster
Microsoft Windows Server 2008 R2 lässt sich von Haus aus als hochverfügbare Umgebung in Form eines Cluster-Betriebs implementieren. Nach einer automatisierten Eignungsprüfung der Umgebung für den Clusterbetrieb ist die Konfiguration  und Initialisierung einfach und von geschulten Administratoren rasch durchzuführen. Microsoft 2008 R2 Failover Cluster bietet zusätzlich automatisierbare Lastverteilung und die Grundlage für einen hochverfügbaren Datenbankbetrieb im Microsoft Umfeld (z.B. Microsoft Exchange).

Linux

Double-Take® Availability ™ for Linux von VISION Solutions
Die Hochverfügbarkeitslösung des US-Softwarehauses VISION Solutions für Linux Umgebungen ermöglicht die fortlaufende Replikation zwischen zwei oder mehr physischen oder virtuellen Linux Instanzen. Die Replikation kann dabei am Standort oder zwischen entfernten Systemen erfolgen. Als Betriebssysteme werden dabei RedHat Enterprise Linux, Novell SuSE Linux Enterprise Server, CentOS Linux und Oracle Enterprise Linux unterstützt. Bei einem Ausfall kann der Umschaltprozess auf ein funktionierendes System umgehend und automatisch erfolgen. Bei der Replikation werden nicht nur Dateien, sondern ganze Server inklusive der Betriebssysteme und darauf laufender Applikationen konsistent und in Echtzeit repliziert. Double-Take® Availability ™ for Linux ermöglicht eine vollständig hardwareunabhängige Wiederherstellung und unterstützt alle gängigen Speicherprotokolle.

VMware

VMware High Availability (HA)
Die VMware Komponente VMware High Availability (HA) ermöglicht den kostengünstigen, automatisierten Neustart aller Anwendungen bei Hardware- oder Betriebssystemausfällen in VMware-Infrastrukturen innerhalb von Minuten. Die ausgewählten virtuellen Maschinen werden kontinuierlich überwacht. Bei einem Serverausfall werden die betroffenen virtuellen Maschinen vollautomatisch auf anderen physischen Servern im Ressourcenpool neu gestartet. Zum Schutz der Anwendungen werden virtuelle Maschinen, auf denen ein Betriebssystemausfall erkannt wird, automatisch neu gestartet.

VMware Fault Tolerance
Diese Hochverfügbarkeitslösung von VMware sorgt im Falle eines Serverausfalls für die fortlaufende Verfügbarkeit der Anwendungen. Hierzu wird eine Live-Schatteninstanz einer virtuellen Maschine erstellt, die virtuell per Lockstep mit der primären Instanz verbunden wird. Durch direktes automatische Umschalten zwischen den beiden Instanzen im Falle von Hardwarefehlern lassen sich mit VMware Fault Tolerance selbst minimale Datenverluste und Unterbrechungen vermeiden.