Hauptmenü

  • Facebook Page: 161195767235895
  • Xing: bluvisiogmbh

Ausfallprävention

Durch eine gute Vorsorge lassen sich bereits viele Risiken eines potenziellen Ausfalls der unternehmenseigenen Informationstechnologie minimieren. Je mehr ein Unternehmen sich im Vorfeld zu diesem Themenkomplex Gedanken macht und geeignete Präventionsmaßnahmen trifft, desto geringer wird es die Auswirkungen im Ernstfall spüren.

Redundanzen

Mittels Redundanzen können in der Informationstechnologie bereits heute die Auswirkungen vieler Hardwareausfälle minimiert oder sogar ganz vermieden werden. Innerhalb kritischer Systeme sollten möglichst viele Komponenten so redundant ausgelegt sein, dass beim Ausfall einer Komponente ein unterbrechungsfreier Weiterbetrieb und idealerweise auch ein Austausch der ausgefallenen Komponente im laufenden Betrieb möglich ist – hier spricht man von sogenannten „Hot-plug Komponenten“. Bei aktuellen Servern, Netzwerkkomponenten und Speichersystemen sind üblicherweise Netzteile, Lüfter und Festplatten solche Hot-plug Komponenten. In bestimmten Konstellationen lassen sich sogar ausgefallene Prozessoren im laufenden Betrieb austauschen. Für Systeme, die zwei oder mehr Festplatten nutzen, können spezielle Schutzmechanismen für einen Verbund gleicher Festplatten festgelegt werden – die sogenannten „RAID-Levels“. Die heute gängigen RAID-Levels für Schutz vor Datenverlust bei einem Festplattenausfall sind:

RAID 1 (Spiegelung): Es steht die Hälfte der Festplatten als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 1


RAID 5 (verteilte Paritätsinformation): Es steht die Anzahl der Festplatten minus eine als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 5


RAID 6 (doppelt verteilte Paritätsinformation): Es steht die Anzahl der Festplatten minus zwei als nutzbare Kapazität zur Verfügung.

RAID 6


RAID 10 (Spiegelung und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Es steht die Hälfte der Festplatten als nutzbare Kapazität zur Verfügung. Erst ab vier Festplatten implementierbar.

RAID 10


RAID 50 (verteilte Paritätsinformationen und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Erst ab sechs Festplatten implementierbar.

RAID 50


RAID 60 (doppelt verteilte Paritätsinformationen und gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit): Erst ab acht Festplatten implementierbar.

RAID 60


Über Systemgrenzen hinaus lassen sich über Ersatzbevorratung von Systemen und Komponenten ebenfalls entsprechende Redundanzen abbilden, um bei einem Hardwareausfall sehr kurzfristig reagieren zu können. Hierbei unterscheidet man prinzipiell zwischen drei verschiedenen Szenarien:

Cold Backup
Reine Ersatzbevorratung – die Systeme und Komponenten sind ausgeschaltet.

Warm Backup
Ersatzbevorratung mit Leerlauf – die Systeme und Komponenten laufen im Leerlauf neben den produktiven Einheiten mit, ggf. werden regelmäßig die Daten und Konfigurationen der produktiven Einheiten manuell übertragen.

Hot Backup
Echte Redundanz im Live-Betrieb – die Systeme und Komponenten laufen unter Echtbedingungen mit den produktiven Einheiten mit und ermöglichen in der Regel eine Verteilung oder Übernahme der produktiven Last im laufenden Betrieb. Hier handelt es sich um echte Hochverfügbarkeit aus System- bzw. Komponentensicht.

Dokumentation

Eine verständliche und umfassende Dokumentation der Informationstechnologie ermöglicht es, bei einem Ausfall wichtige Informationen zuverlässig zu finden. Darüber hinaus begünstigt sie einen schnellen Wiederanlauf und schließt Fehler aufgrund unzureichend vorliegender Informationen weitestgehend aus. BluVisio unterstützt Sie gerne bei der Dokumentation Ihrer Unternehmens-IT!
Darüber hinaus sollte – am besten als Teil der Gesamtdokumentation – ein Notfallhandbuch erstellt werden, anhand dessen auch Mitarbeiter ohne spezielle EDV-Kenntnisse die notwendigen Prozeduren für einen Wiederanlauf nach einem Ausfall durchführen können.



zurück zur Übersicht